Was ist ein Fadenlifting?

Das Fadenlifting gilt als sanfte Alternative zum operativen Facelift: Statt eines chirurgischen Schnitts werden feine, meist resorbierbare Fäden unter die Haut eingebracht. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Varianten. Zugfäden sind mit kleinen Widerhaken versehen und heben abgesunkenes Gewebe mechanisch an, etwa im Bereich der Wangen, des Kiefers oder des Halses. Mesofäden dagegen werden gitterförmig in ein feines Netz aus Fäden gelegt, ohne einen echten Lifting-Effekt zu erzeugen – ihr Zweck ist die Stabilisierung des Bindegewebes und die Anregung der körpereigenen Kollagenproduktion. Beide Fadentypen bestehen meist aus Polydioxanon (PDO), Poly-L-Milchsäure (PLLA) oder Polycaprolacton (PCL), also Materialien, die der Körper nach einigen Monaten vollständig abbaut.

Der Ablauf einer Behandlung

Vor der Behandlung markiert der Arzt oder die Ärztin die geplante Fadenführung direkt auf der gereinigten und desinfizierten Haut. Die Fäden werden anschließend über feine Kanülen oder Nadeln unter lokaler Betäubung eingebracht – da sie im Unterhautfettgewebe platziert werden, das kaum Schmerzrezeptoren enthält, gilt der Eingriff als deutlich weniger schmerzhaft als vielfach angenommen. Die gesamte Behandlung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten und wird ambulant durchgeführt.

Wirkung und Haltbarkeit der Ergebnisse

PDO-Fäden werden vom Körper innerhalb von etwa sechs bis acht Monaten abgebaut, PLLA- und PCL-Fäden halten deutlich länger. Der sichtbare Effekt hält jedoch meist über die reine Abbauzeit der Fäden hinaus an, da durch die mechanische Reizung zusätzlich die körpereigene Kollagenproduktion angeregt wird. In der Praxis wird häufig von einer Wirkdauer von rund ein bis zwei Jahren berichtet.

Was sagt die aktuelle Studienlage zu den Risiken?

Eine 2026 im Fachjournal Frontiers in Surgery veröffentlichte Meta-Analyse wertete 26 Studien mit insgesamt 2.827 Patientinnen und Patienten aus 2002 bis 2021 aus. Demnach treten Schwellungen (rund 34 Prozent) und Blutergüsse (rund 26 Prozent) am häufigsten auf, gefolgt von Schmerzen (rund 11 Prozent) und sicht- oder tastbaren Fäden unter der Haut (rund 10 Prozent). Seltener beschrieben wurden Hautdellen (rund 7 Prozent), vorübergehende Gefühlsstörungen (rund 6 Prozent), ein Durchscheinen oder Hervortreten der Fäden durch die Haut (rund 5 Prozent) sowie Infektionen (rund 2 Prozent). Fazit der Autoren: Fadenlifting gilt insgesamt als sicheres Verfahren, ist aber nicht risikofrei und stark von der Erfahrung der behandelnden Fachkraft abhängig.

Für wen eignet sich ein Fadenlifting?

Fadenlifting eignet sich vor allem für leichte bis moderate Erschlaffungserscheinungen im Gesicht. Bei stärker ausgeprägter Erschlaffung stößt die Methode an ihre Grenzen – hier bleibt ein operatives Facelift oft die wirksamere Option.

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Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information über ästhetische Behandlungsmethoden und ersetzen keine individuelle ärztliche oder heilkundliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob und welche Behandlung im Einzelfall geeignet ist, kann nur im persönlichen Gespräch mit einem Arzt, Heilpraktiker oder einer entsprechend qualifizierten Fachkraft geklärt werden.