Was ist ein Aquafacial?

Ein Aquafacial ist eine apparative Gesichtsbehandlung, bei der Reinigung, Peeling, Tiefenreinigung und Hydratation der Haut in einem einzigen Gerät kombiniert werden. Ein spezieller Aufsatz arbeitet dabei nach dem Prinzip eines feinen Wasserstrudels: Er löst Hautunreinheiten und abgestorbene Hautzellen, saugt sie im selben Arbeitsschritt ab und versorgt die Haut anschließend mit Wirkstoffen wie Hyaluronsäure oder Antioxidantien. Der Begriff „Aquafacial” ist nicht markenrechtlich geschützt und wird von verschiedenen Herstellern und Kosmetikstudios für vergleichbare Gerätebehandlungen verwendet. Der bekannteste Markenname für ein patentiertes Verfahren dieser Art ist Hydrafacial aus den USA, das auf einer sogenannten Vortex-Fusion-Technologie basiert. Im Grundprinzip ähneln sich die Verfahren verschiedener Anbieter jedoch stark, auch wenn sich Geräte und verwendete Seren im Detail unterscheiden können. Einen Überblick über weitere ästhetische Behandlungsmethoden finden Sie in unserem Ästhetik-Hub.

Der Ablauf einer Behandlung

Eine klassische Sitzung gliedert sich in mehrere Schritte: Zunächst wird die Haut gereinigt und mit einem sanften Peeling von abgestorbenen Hautzellen befreit. Im zweiten Schritt erfolgt die sogenannte Extraktion, bei der Mitesser und Talgablagerungen aus den Poren gelöst und per Unterdruck abgesaugt werden. Anschließend werden in einem dritten Schritt pflegende und feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Peptide oder Antioxidantien in die oberen Hautschichten eingebracht. Manche Anbieter ergänzen die Behandlung optional um eine LED-Lichttherapie. Eine Sitzung dauert je nach Studio und Umfang der behandelten Bereiche meist zwischen 30 und 60 Minuten, verläuft schmerzfrei und kommt ohne Ausfallzeit aus – die Haut kann direkt im Anschluss wieder normal beansprucht werden. In den ersten ein bis zwei Tagen sollten intensive Hitze, Sauna oder starke Sonneneinstrahlung dennoch besser gemieden werden.

Was zeigen wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirkung?

Zur Wirksamkeit der Hydradermabrasion, auf der auch das Aquafacial-Prinzip beruht, gibt es bislang nur wenige, meist kleinere klinische Untersuchungen. Eine 2022 im „Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology” veröffentlichte offene Studie ohne Kontrollgruppe begleitete 20 Personen mit aktiver Akne über sechs Behandlungen innerhalb von zwölf Wochen. Der Anteil der Teilnehmenden mit als klar oder nahezu klar bewerteter Haut stieg dabei nach Einschätzung der behandelnden Ärzte von 20 auf 65 Prozent, aus Sicht der Teilnehmenden selbst von 5 auf 55 Prozent. Alle Befragten gaben an, ihre Haut habe sich sauberer angefühlt, und sie fühlten sich dadurch sicherer im Auftreten. Wegen der geringen Teilnehmerzahl, des fehlenden Vergleichs mit einer unbehandelten Gruppe und weil sich die Studie auf ein bestimmtes Markenverfahren bezog, lassen sich daraus keine allgemeingültigen Aussagen für jedes als „Aquafacial” beworbene Gerät ableiten. Eine kleinere bildgebende Untersuchung mit acht Probandinnen und Probanden, die hochauflösende optische Tomographie (LC-OCT) einsetzte, zeigte unmittelbar nach der Behandlung eine vorübergehend dünnere und gleichmäßigere oberste Hautschicht sowie ein glatteres Erscheinungsbild der Haut – ein kurzfristiger Effekt, der innerhalb von zwei Wochen wieder zurückging und keine dauerhafte strukturelle Veränderung des Kollagens belegt.

Für wen ist ein Aquafacial geeignet?

Da die Behandlung sanft ist und keine Ausfallzeit erfordert, wird sie in der Praxis für viele Hauttypen und -zustände angeboten, etwa bei unreiner oder verstopfter Haut, bei einem eher fahlen Teint oder als Auffrischung vor besonderen Anlässen. Für ein länger anhaltendes Ergebnis wird häufig eine regelmäßige Wiederholung im Abstand von etwa vier bis sechs Wochen empfohlen, da die Effekte einzelner Sitzungen zeitlich begrenzt sind. Ein Aquafacial ersetzt keine medizinische Behandlung von ausgeprägten Hautproblemen wie starker Akne, tiefen Falten oder entzündlichen Hauterkrankungen – hierfür ist eine individuelle fachliche Einschätzung notwendig.

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Die Inhalte dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Information ueber aesthetische Behandlungsmethoden und ersetzen keine individuelle aerztliche oder heilkundliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob und welche Behandlung im Einzelfall geeignet ist, kann nur im persoenlichen Gespraech mit einem Arzt, Heilpraktiker oder einer entsprechend qualifizierten Fachkraft geklaert werden.